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Bestehende Partnerschaften

Im Folgenden sind die Abkommen der MorphoSys AG kurz beschrieben, die spürbare finanzielle Auswirkungen gehabt haben bzw. in zukünftigen Geschäftsjahren haben könnten (in alphabetischer Reihenfolge).

Aptevo Therapeutics

Im August 2014 gaben MorphoSys und Aptevo Therapeutics, einer Abspaltung von Emergent BioSolutions, eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung des Wirkstoffs MOR209/ES414 bekannt. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen bispezifischen anti-PSMA/anti-CD3-Antikörper gegen Prostatakrebs, der von Aptevo mit Hilfe ihrer firmeneigenen ADAPTIRTM-Plattform (modulare Protein-Technologie) entwickelt wurde.

Anfang März 2015 starte eine klinischen Phase 1-Studie mit MOR209/ES414 in Patienten mit metastasierendem, kastrationsresistentem Prostatakrebs.

 


Astellas Pharma

MorphoSys und Astellas Pharma haben im März 2007 ein Lizenzabkommen für den Einsatz der HuCAL-Technologie von MorphoSys geschlossen. Im Februar 2008 hat sich Astellas für eine Erweiterung der aktiven Kooperation zwischen den beiden Unternehmen um weitere vier Jahre bis 2012 entschieden.

Im Juli 2008 hat Astellas im Rahmen der laufenden Vereinbarungen zwischen beiden Unternehmen zum Technologietransfer eine bereits bestehende Option zur Nutzung der RapMAT-Technologie von MorphoSys für die schnellere Optimierung von Antikörpern ausgeübt. Als Folge erhält MorphoSys neben den Nutzungsgebühren für die HuCAL-Plattform zusätzliche jährliche Nutzungsgebühren für die RapMAT-Technologie.


Bayer AG

Die laufende aktive Zusammenarbeit mit der Bayer AG wurde Ende 2007 eingestellt. Es befinden sich mehrere therapeutische Antikörperprogramme in der Entwicklung und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. Derzeit evaluiert Bayer AG zwei HuCAL-basierte Programme in klinischen Studien. Dabei handelt es sich um das HuCAL-basierte Antikörperkonjugat (Antikörper-Wirkstoff-Verbindung) Anetumab Ravtansine im Bereich Krebserkrankungen sowie um den HuCAL-Antikörper BAY1093884 gegen Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie).


Boehringer Ingelheim

Die laufende Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim wurde in 2010 eingestellt. Dennoch können therapeutische Programme, die während der laufenden Kollaboration initiiert wurden, weiterentwickelt werden und dadurch in Zukunft zu Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. Boehringer Ingelheim evaluiert derzeit den HuCAL-basierten Antikörper Xentuzumab (BI 836845) in klinischen Studien.


Daiichi Sankyo

Im März 2006 vereinbarten MorphoSys und Daiichi Sankyo ein Lizenzabkommen und eine Zusammenarbeit im Bereich therapeutischer Antikörper für zunächst zwei Jahre mit einer Option zur Verlängerung um bis zu weitere drei Jahre. Im März 2008 wurde die Kooperation bis März 2011 verlängert.

Im Oktober 2009 gab MorphoSys die Unterzeichnung einer zusätzlichen Allianz mit Daiichi Sankyo zur Erforschung und Entwicklung therapeutischer Antikörper gegen Krankenhausinfektionen bekannt. Daiichi Sankyo war damit der erste therapeutische Partner für MorphoSys, der auf der Antikörperbibliothek HuCAL PLATINUM basierende Medikamentenforschung gegen Infektionskrankheiten betreibt. Daiichi-Sankyo stimmte darüber hinaus zu, die Entwicklung bestimmter, für Infektionskrankheiten spezifische, Technologien bei MorphoSys zu finanzieren, die zur Identifikation der wirksamsten Antikörper-basierten Medikamente eingesetzt werden.


G7 Therapeutics

Im August 2015 gaben MorphoSys und die G7 Therapeutics AG den Beginn einer Partnerschaft bekannt, um neue Antikörperwirkstoffe gegen Zielmoleküle der Klasse der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) und potenziell anderer krankheitsrelevanter Transmembranproteine wie etwa Ionen-Kanäle zu entwickeln. Im Rahmen der Vereinbarung wird G7 Therapeutics verschiedene Rezeptoren bereitstellen, die von MorphoSys ausgewählt wurden, und die mit der Entstehung verschiedener Krankheiten in Verbindung gebracht werden. MorphoSys wird daraufhin seine firmeneigene Antikörperbibliothek Ylanthia einsetzen, um gegen diese Rezeptoren gerichtete Antikörperwirkstoffe zu identifizieren und weiter zu entwickeln. MorphoSys hat das Recht, den Zugang zu diesen Zielmolekülen in Verbindung mit therapeutischen Antikörperprogrammen an Partner weiter zu lizensieren.


Galapagos

Im November 2008 haben MorphoSys und Galapagos den Abschluss einer langfristig angelegten Zusammenarbeit zur gemeinsamen Medikamentenerforschung und -entwicklung bekannt gegeben. Ziel ist es, neuartige Wirkmechanismen zur Behandlung entzündlicher Knochen- und Gelenkserkrankungen wie etwa rheumatoider Arthritis, Osteoporose und Osteoarthritis zu erforschen und Antikörpertherapien gegen diese Krankheiten zu entwickeln.

Die Vereinbarung umfasst sämtliche Aktivitäten von der Erforschung der Zielmoleküle bis zum Abschluss der klinischen Wirksamkeitsstudie für neuartige therapeutische Antikörper. Im Anschluss an den Nachweis der klinischen Wirksamkeit am Menschen werden die Programme für die weitere Entwicklung, Zulassung und Vermarktung an Partner auslizenziert. Beide Partner stellen im Rahmen der Allianz ihre Schlüsseltechnologien und ihre Expertise zur Verfügung. Zusätzlich wird Galapagos zu seiner auf der Nutzung von Adenoviren basierenden Plattform für die Erforschung neuer Zielmoleküle auch bereits identifizierte Zielmoleküle in die Kooperation einbringen, die mit Knochen- und Gelenkserkrankungen in Verbindung gebracht werden. MorphoSys wird seine HuCAL-Antikörpertechnologien zur Herstellung vollständig menschlicher Antikörper gegen diese Zielmoleküle zur Verfügung stellen. Gemäß den Vertragsvereinbarungen teilen sich Galapagos und MorphoSys die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie alle zukünftigen Umsätze zu gleichen Teilen.

MOR106 ist der erste gemeinsame Wirkstoff in der klinischen Entwicklung gegen entzündliche Erkrankungen.


GeneFrontier / Kaneka

Im Rahmen der im Jahr 2007 unterzeichneten Vereinbarungen zur Suche nach therapeutischen Zielmolekülen kann GeneFrontier die HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek von MorphoSys zur Herstellung neuartiger HuCAL-Antikörper gegen Zielmoleküle nutzen, die von führenden japanischen Forschungsinstituten und Universitäten zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck wurde die HuCAL-Antikörpertechnologie in den Forschungslabors einer Forschungsanlage von GeneFrontier in Tokio installiert. GeneFrontier leistet für den Zugang zur HuCAL-GOLD-Technologie Lizenzzahlungen an MorphoSys.


GlaxoSmithKline

Im Juni 2013 gab MorphoSys bekannt, dass das Unternehmen ein weltweites Abkommen mit GlaxoSmithKline (GSK) zur Entwicklung und Vermarktung von MOR103 abgeschlossen hat. Bei MOR103 handelt es sich um einen firmeneigenen HuCAL-Antikörper von MorphoSys gegen das Zielmolekül GM-CSF.

Gemäß den Vertragsbedingungen übernimmt GSK die Verantwortung für die gesamte Weiterentwicklung und Vermarktung von MOR103. Im Rahmen der Vereinbarung erhält MorphoSys eine sofortige Vorauszahlung von 22,5 Millionen Euro. Abhängig vom Erreichen bestimmter Entwicklungsschritte sowie regulatorischer, kommerzieller und umsatzbezogener Meilensteine hat MorphoSys Anspruch auf weitere Zahlungen von GSK in Höhe von bis zu 423 Mio. Euro sowie auf gestaffelte, zweistellige Tantiemen aus Nettoverkäufen.

MOR103/GSK3196 befindet sich in klinischen Studien der Phase 2 gegen rheumatoide Arthritis sowie Hand-Osteoarthritis.


Heptares

Im Februar 2013 vereinbarten MorphoSys und die britische Heptares Therapeutics Ltd., ein führendes Unternehmen im Bereich der Wirkstoffsuche gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs), eine Zusammenarbeit, um neuartige therapeutische Antikörper gegen die Membran-ständigen GPCR-Proteine zu entwickeln. GPCRs sind für eine Vielzahl an biologischen Prozessen und Erkrankungen ausschlaggebend. Im Rahmen der Vereinbarung wird Heptares stabilisierte Rezeptoren (StaRs) als Antigene für eine von MorphoSys zu treffende Auswahl an GPCR-Zielmolekülen entwickeln. MorphoSys kann anschließend seine Ylanthia-Antikörperbibliothek einsetzen, um therapeutische Wirkstoffkandidaten gegen diese Zielmoleküle zu entwickeln. MorphoSys hat das Recht, den Zugang zu diesen Zielmolekülen in Verbindung mit therapeutischen Antikörperprogrammen an Partner weiter zu lizensieren. Heptares wird hierfür eine Einmal- sowie Forschungszahlungen erhalten und an zukünftigen Umsätzen aus verbundenen Lizenzverträgen von MorphoSys beteiligt werden. Heptares hat sich ferner dazu entschlossen, einen therapeutischen Antikörper basierend auf der Ylanthia-Bibliothek von MorphoSys gegen ein eigenes GPCR-Zielmolekül zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wird MorphoSys Lizenzzahlungen sowie Meilensteine und Umsatztantiemen erhalten.


Immatics Biotechnologies

Im August 2015 schlossen MorphoSys und Immatics Biotechnologies GmbH eine strategische Allianz, um neuartige, antikörperbasierte Therapien gegen verschiedene Krebsantigene, die von T-Zellen erkannt werden, zu entwickeln. Durch die Kooperationsvereinbarung erhält MorphoSys Zugang zu mehreren firmeneigenen, tumor-assoziierten Peptiden (TUMAPs) von Immatics. Diese basieren auf Immatics' XPRESIDENT®-Technologieplattform zur Entwicklung neuartiger antikörperbasierter Therapien gegen diese Zielmoleküle für eine Reihe von soliden Tumoren und hämatologischen Erkrankungen. XPRESIDENT ermöglicht die Identifizierung von Zielmolekülen, die mit Proteinen aus dem Inneren der Krebszellen in Zusammenhang stehen. Im Gegenzug erhält Immatics MorphoSys' Ylanthia-Antikörper gegen einige seiner TUMAPs mit eigenen Entwicklungsrechten. Die Unternehmen werden sich gegenseitig, basierend auf den jeweiligen Entwicklungsfortschritten, Meilensteine zahlen sowie Tantiemen auf vermarktete Produkte.


Janssen Biotech

Die aktive Zusammenarbeit mit  Janssen Biotech (ehemals: Centocor Ortho Biotech), eine 100 %ige Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Pharmakonzerns Johnson & Johnson, wurde Ende 2007 eingestellt. Derzeit befinden sich zahlreiche therapeutische Antikörperprogramme in unterschiedlichen Entwicklungsstufen und könnten künftig zu entwicklungsabhängigen Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. Der im Rahmen dieser Zusammenarbeit am weitesten fortgeschrittene Antikörper ist Guselkumab (CNTO 1959) gegen die Hauterkrankung Schuppenflechte (Psoriasis). Zwei weitere Programme befinden sich in klinischen Studien der Phase 2.


MD Anderson

Im Mai 2016 schlossen MorphoSys und das MD Anderson Cancer Center der University of Texas eine langfristig angelegte strategische Partnerschaft zur Erforschung und Entwicklung therapeutischer Antikörper gegen Krebs. Durch die Kooperationsvereinbarung wird MorphoSys mit MD Andersons ORBIT-Einheit (Oncology Research for Biologics and Immunotherapy Translation (ORBIT)) zusammenarbeiten. ORBIT ist eine Plattform innerhalb MD Andersons Moon Shots Program, in der industrielle und wissenschaftliche Expertise in der Entwicklung monoklonaler Antikörper vereint werden sollen. MorphoSys wird seine Ylanthia®-Technologieplattform einsetzen, um vollständig humane Antikörperkandidaten gegen gemeinsam ausgewählte Zielmoleküle zu erzeugen und zu optimieren


Merck & Co.

Im Dezember 2005 hat MorphoSys ein auf fünf Jahre angelegtes Lizenzabkommen mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. über den Einsatz der HuCAL GOLD- und AutoCAL-Technologien von MorphoSys in der Erforschung und Entwicklung von humanen therapeutischen Antikörpern geschlossen. Das Abkommen erlaubt Merck die Entwicklung von bis zu zehn therapeutischen Antikörpern auf der Basis von HuCAL für eine Reihe von Indikationen. Ende 2010 wurde die laufende Zusammenarbeit plangemäß beendet.

Im Mai 2006 unterzeichneten MorphoSys und der US-Pharmakonzern Schering-Plough ein Lizenzabkommen über den Einsatz der HuCAL GOLD-Technologie bei der Erforschung und Entwicklung von humanen therapeutischen Antikörpern. Schering-Plough wurde im Jahr 2009 von Merck & Co., Inc. übernommen. Mitte 2011 wurde die laufende Zusammenarbeit plangemäß beendet.


Merck

Im Juni 2014 gaben MorphoSys und Merck eine Vereinbarung bekannt, nach der sie therapeutische Antikörper gegen Zielmoleküle der Klasse der Immun-Checkpoints identifizieren und entwickeln wollen. Im Rahmen des Vertrags wollen MorphoSys und Merck gemeinsam Therapieformen entwickeln, die das Immunsystem dazu anregen sollen, Tumore anzugreifen. MorphoSys wird seine firmeneigene Antikörperphagenbibliothek Ylanthia und weitere Technologie-Plattformen einsetzen, um Antikörper gegen die ausgewählten Zielmoleküle zu generieren. Merck bringt ein breites Portfolio und die Expertise im Bereich der Immunonkologie und klinischer Entwicklung ein und wird die Projektverantwortung ab Phase 1 der klinischen Entwicklung komplett übernehmen.


Novartis

Im Jahr 2004 haben MorphoSys und Novartis eine Zusammenarbeit begonnen, die bisher zu mehreren derzeit laufenden Antikörperprogrammen gegen eine Reihe von Krankheiten und im September 2007, gerade einmal drei Jahre nach dem Beginn der Zusammenarbeit, zu einem ersten Klinikgang führte. Im Dezember 2007 weiteten MorphoSys und Novartis ihre bisherige Geschäftsverbindung deutlich aus und schlossen eine der umfassendsten strategischen Allianzen für die Erforschung und Entwicklung von Biopharmaka. Über die Vertragsdauer von zehn Jahren belaufen sich die vertraglich zugesicherten jährlichen Zahlungen für Technologiezugang, Zugang zur Internalisierungstechnologie sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf mehr als 600 Mio. US$ – ohne Kostenerstattungen für F&E in Verbindung mit Entwicklungsaktivitäten im Frühstadium. Die Gesamtsumme aus zugesicherten Zahlungen und wahrscheinlichkeitsgewichteten erfolgsabhängigen Meilensteinen, die vom Erfolg der klinischen Entwicklung und der behördlichen Zulassung mehrerer Produkte abhängen, könnte bei voller Vertragslaufzeit der erfolgreichen Kollaboration die Schwelle von 1 Mrd. US$ überschreiten. Neben diesen Zahlungen würden MorphoSys auch umsatzabhängige Tantiemen und/oder Gewinnbeteiligungen aus zukünftigen Produktverkäufen zustehen. Darüber hinaus hat MorphoSys auch Optionen zur Teilnahme an bestimmten Entwicklungsaktivitäten im Rahmen verschiedener Programme, wobei Teile der Kosten im Frühstadium von Novartis getragen werden. In Bezug auf die Teilnahmeoptionen kann sich MorphoSys zur Mitarbeit in diesen Projekten in Form von Kosten- und Gewinnbeteiligungen entschließen, wobei der finanzielle Beitrag dem Grad seiner Beteiligung an den betreffenden Programmen entspricht.

Im Jahr 2009 gab MorphoSys bekannt, dass Novartis die strategische Allianz verbindlich für eine Gesamtdauer von zehn Jahren zugesagt hat. Entscheidend hierfür war, dass MorphoSys bestimmte, vorher festgelegte Fortschritte bei seinen firmeneigenen Technologien mit Erfolg erreicht hat. Die Zusammenarbeit wird nun bis ins Jahr 2017 andauern und kann anschließend von Novartis zu unveränderten Konditionen um weitere zwei Jahre verlängert werden. Novartis hat aktuell 13 HuCAL-Antikörper in klinischer Entwicklung.

Im November 2012 schlossen MorphoSys und Novartis eine Kooperationsvereinbarung über die Nutzung der neuen Technologieplattform Ylanthia ab. Diese Erweiterung der bestehenden strategischen Kooperation stellt den Vermarktungsbeginn von Ylanthia dar und soll noch bessere Antikörperkandidaten hervorbringen, die schneller als bisher möglich entwickelt werden können.


OncoMed Pharmaceuticals

Die aktive Zusammenarbeit mit dem in den USA ansässigen biopharmazeutischen Unternehmen OncoMed Pharmaceuticals wurde in 2010 eingestellt. Dennoch können therapeutische Programme, die während der laufenden Kollaboration initiiert wurden, weiterentwickelt werden und dadurch in Zukunft zu Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. OncoMed erforscht derzeit einen HuCAL-basierten Krebsantikörper, Tarextumab (OMP-59R5), in klinischen Studien der Phase 2. Ein zweiter HuCAL-Antikörper, Vantictumab (OMP-18R5), der ein Zielmolekül innerhalb des Wnt-Signalwegs bindet, wird in einer klinischen Studie der Phase 1 an Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren geprüft.


Pfizer

Die aktive Zusammenarbeit mit Pfizer auf Basis der HuCAL Technologie Plattform wurde in 2010 eingestellt. Dennoch können therapeutische Programme, die während der laufenden Kollaboration initiiert wurden, weiterentwickelt werden und dadurch in Zukunft zu Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. Derzeit untersucht Pfizer den HuCAL-Antikörper Utomilumab (PF-05082566) in klinischen Studien der Phase 2.

Zusätzlich unterzeichneten MorphoSys und Pfizer in 2010 eine nicht-exklusive Lizenz-Vereinbarung zum Technologie-Transfer auf Basis der neuen Technologie-Plattform. Der Vertrag umfasst die Einrichtung, Schulung und Nutzung der Technologie-Plattform Slonomics durch die Pfizer-Tochter Rinat Neuroscience Corp. am US-Standort South San Francisco zur Herstellung hoch diverser Gen- und Proteinbibliotheken. Das Tochterunternehmen Sloning BioTechnology GmbH der MorphoSys AG erhält eine Einmalzahlung und wird jährliche Lizenzzahlungen über die gesamte Patentlaufzeit der Slonomics Technologie-Plattform erhalten. MorphoSys erwarb die Sloning BioTechnology sowie deren Technologie-Portfolio inklusive Slonomics im Oktober 2010.


ProChon Biotech

Die laufende Zusammenarbeit mit ProChon Biotech wurde in 2010 eingestellt. Dennoch können therapeutische Programme, die während der laufenden Kollaboration initiiert wurden, weiterentwickelt werden und dadurch in Zukunft zu Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Produktverkäufe führen. Im Rahmen des ursprünglichen Abkommens setzte MorphoSys seine innovative HuCAL-Antikörperbibliothek für die Herstellung von humanen Antikörpern gegen einen menschlichen Wachstumsfaktor-Rezeptor ein, der mit verschiedenen Knochenerkrankungen einschließlich Achondroplasie, der häufigsten Form menschlichen Zwergenwuchses, als auch mit einigen Krebsarten in Verbindung gebracht wird.


Roche

Im September 2000 haben MorphoSys und Roche die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von menschlichen therapeutischen Antikörpern gegen ein von Roche benanntes biologisches Zielmolekül gegen Alzheimer bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat MorphoSys Anspruch auf entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantieme auf Produktverkäufe aus dieser Kooperation. Derzeit untersucht Roche das auf HuCAL basierende Antikörperprogramm Gantenerumab in klinischen Studien der Phase 3 an Alzheimer-Patienten.

Aufbauend auf der bestehenden Zusammenarbeit bei Alzheimer haben MorphoSys und Roche im März 2006 eine neue Kooperation zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Krebs-Antikörper bekannt gegeben.


Temple University

Im April 2014 vereinbarten MorphoSys und The Moulder Center for Drug Discovery Research, eine Abteilung der School of Pharmacy an der amerikanischen Temple University eine strategische Partnerschaft zur Suche nach neuartigen therapeutischen Antikörperwirkstoffen. Im Rahmen der Kooperation erhält das Moulder Center Zugang zur Ylanthia-Technologie von MorphoSys, um neue krankheitsrelevante Zielmoleküle validieren und therapeutische Antikörper gegen diese generieren zu können. MorphoSys wiederum hält eine exklusive Option, jeden aus der Zusammenarbeit resultierenden Antikörper weiterentwickeln zu können.

Die Ylanthia-Antikörperbibliothek wird am Moulder Center for Drug Discovery Research installiert. Die dortige Abteilung für neue biotherapeutische Wirkstoffsuche befasst sich mit dem Wirkstoffdesign und der Optimierung von Leitkandidaten in verschiedenen Krankheitsbereichen, darunter Krebs, Morbus Alzheimer, kardiovaskuläre, Stoffwechsel- sowie Virus-Erkrankungen.


Xencor

Im Juni 2010 gaben MorphoSys und das US-amerikanische Biopharmazie-Unternehmen Xencor die Unterzeichnung einer weltweiten, exklusiven Lizenz- und Kooperationsvereinbarung für den therapeutischen Antikörper XmAB5574 für die Behandlung von Krebs und anderen Indikationen bekannt, der in der Folgezeit in MOR208 umbenannt wurde. Im Rahmen der Vereinbarung führten die Unternehmen gemeinsam eine Phase-1-Studie an Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) in den USA durch, für die Xencor weiterhin die Kosten gemäß Entwicklungsplan trug. Seit dem erfolgreichen Abschluss der Studie ist MorphoSys alleine für die Weiterentwicklung von MOR208 zuständig. Derzeit wird der Antikörper in einer Phase 2/3-Studie gegen DLBCL sowie in weiteren Phase 2-Studien, gegen DLBCL und CLL, erforscht.